Was ist ein Proxy, was ein VPN? Und was ist das beste wofür?

Traditionell werden die Begriffe ‚VPN‘ und ‚Proxy‘ gerne in einen Topf geworfen und bunt gemischt verwendet. Wobei so mancher von einem Proxy redet, wenn ein VPN gemeint ist, und umgekehrt.

Was aber ist nun was?

Nun, beide Begriffe bezeichnen zunächst einmal Werkzeuge, die zum Einsatz kommen, wenn man das Internet nicht vom eigenen Land aus bereisen möchte. Also so tun möchte, als befände man sich in einem anderen Land. Die Gründe dafür können vielfältiger Natur sein, beispielsweise auf der Suche nach Anonymität oder zum Empfang regional zensierter oder gesperrter Inhalte.

Technisch gesehen ist ein ‚Proxyserver‘ also eine Netzwerk-Schnittstelle, eine Vermittlungsinstanz, die auf der einen Seite Anfragen entgegen nimmt, diese unter eigenem Namen zum Ziel weiterleitet und die Antwort auf dem umgekehrten Weg zum Anfrager zurückleitet.

Ein Proxy kann sein:

  • Eine Schnittstelle in einem lokalen Netzwerk, beispielsweise ein Server oder eine Proxy-Software in einem Unternehmensnetz, dessen Adresse direkt in den Einstellungen des Browsers angegeben werden muss, damit dieser Verbindung zum Internet aufnehmen kann und darf. Der Gedanke, der dahinter steht, ist, dass eine Proxy-Software weniger komplex als das eigentliche Zielsystem ist und daher auch weniger Angriffspunkte für Attacken aus dem Internet bietet.
  • Ein freier Proxyserver im Internet, dessen Adresse ebenfalls direkt in den Einstellungen des Browsers oder eines anderen Internet-fähigen Programms angegeben werden muss. Die Adressen freier Proxyserver findet man im Internet, in aller Regel haben sie aber eine eher kurze Lebensdauer, so dass man sie relativ häufig austauschen muss. Auch sind massive Geschwindigkeitseinbrüche der Normalfall und nicht die Ausnahme.
  • Ein Webproxy im Internet, in aller Regel eine Website, auf der man eine Zielseite eingibt, um diese unter der Adresse des Proxies zu besuchen und von dort aus dann im Internet zu surfen.
  • Ein komplettes VPN-Netzwerk, das der Einfachheit halber als ‚Proxy‘ bezeichnet wird. VPNs laufen in der Regel als Programme (Clients) auf dem PC oder Mobilgerät eines Anwenders, können aber auch individuell mittels nativer Protokolle (wie OpenVPN, L2TP, usw.) genutzt werden.
  • Jeder einzelne Server eines VPN-Netzwerks. Einzelne VPN-Server lassen sich durch den jeweiligen VPN-Client, aber auch gezielt über ein natives Protokoll ansprechen.

Die Verwirrung beim Begriff ‚Proxy‘ setzt also ein, weil das gleiche Wort mehrere unterschiedliche Verfahren abdeckt, die als Gemeinsamkeit zwar Vermittlungstätigkeiten ausführen, in der Art der Umsetzung aber gravierende Unterschiede aufweisen:

VPNs kümmern sich um alle Internetverbindungen, Proxies nicht

Verwendet man einen VPN, errichtet dieses einen sicheren, verschlüsselten Datentunnel vom PC oder Handy des Anwenders bis zum VPN-Netz und, im Falle von HTTPS-Verbindungen (wie CyberGhost sie erzwingt), bis hin zur Zielseite im Internet. Die Verschlüsselungsstärke ist bekannt, in aller Regel 256 Bit AES, während man bei Proxies entweder überhaupt keine hat (lokale Proxies) oder nicht weiß, welche Stärke sie aufweist (Webproxies). Dies gilt so auch für Browser-Erweiterungen, die im Prinzip nichts anderes leisten als Webproxies, die man nicht direkt aufrufen muss.

Bei einem VPN  werden alle Internetverbindungen, die aufgemacht werden, vom Browser über Downloadmanager und E-Mail-Clients bis hin zu Updateroutinen und andere interne Prozesse, in den Tunnel gezwungen und parallel laufende Verbindungen blockiert. Ein Webproxy hingegen leitet einzig den Datenverkehr des Browsers um, mit dem man den Proxy nutzt.

Ein VPN ist nicht auf ein Gerät beschränkt, ein Proxy schon

Ein guter VPN verfügt über eigene Apps für alle wichtigen Plattformen und unterstützt die Einrichtung nativer Protokolle für nicht direkt unterstützte Geräte wie beispielsweise Router. Dadurch ist man in der Lage, so gut wie alle Internet-fähigen Geräte eines Haushalts zu schützen, ohne für diese jeweils einen eigenen Proxy konfigurieren zu müssen. Ein Proxy bleibt nur für das Gerät zuständig, auf dem er läuft.

Webproxies sind keine Garantie für Privatsphäre oder Sicherheit

Schlimmer: Da die überwiegende Mehrheit nicht einmal grundlegende Verschlüsselungstechnologien unterstützt, können persönliche Daten wie Bankkonten offen zu Tage liegen. Auch weiß man nicht immer, wer der Betreiber eines Webproxies ist – und nicht selten greift gerade der die Daten eines Anwenders ab. VPNs auf der anderen Seite kümmern sich speziell um die Privatsphäre und Sicherheit der Nutzer, auch weil es ihr Geschäftsmodell ist.

Zur schnellen Umgehung von Zensur während des Surfens mag ein Webproxy durchaus einmal in Betracht kommen, als dauerhafte Anonymisierungswerkzeuge sind sie aber unbrauchbar. Abgesehen davon, dass man dem Anbieter wirklich vertrauen muss, lassen die meisten sich bereits mit einfachen Java-Scripten oder HTML-Elementen austricksen und plaudern dann bereitwillig die originale IP-Adresse des aktuellen Anwenders aus. Will man es trotzdem versuchen, sollte Java-Script im Webproxy (seriöse Anbieter implementieren entsprechende Optionen) und im Browser (um Scripten in Bildern, Bannern usw. zu entkommen) deaktiviert werden.

Proxies liefern keine oder kaum IP-Adressen aus anderen Ländern

Lokale Proxies können dem Land, in dem sie laufen, nicht entkommen und weisen immer die IP-Adresse des jeweiligen Internetanbieters auf. Webproxies haben teilweise verschiedene Länder im Angebot, aus denen der Nutzer auswählen kann, in der Regel sind dies aber nur wenige – und für Streaming und Downloads sind sie nicht gerüstet. VPNs verfügen hingegen über viele Standorte in vielen Ländern, große VPNs sogar über sehr viele, so dass der Anwender selbst dann weltweit unzensiert surfen und downloaden kann, wenn das eine oder andere Land nicht direkt aufgeführt wird.

Proxys sind kostenlos, VPNs nicht

Viele Proxys und Webproxys können gratis genutzt werden, VPNs nur in Ausnahmefällen. Das gefällt vielen. Das Problem deutet sich aber bereits mit dem Schlüsselwort an: GRATIS.

Der Betrieb von Proxys kostet Geld, das irgendwie eingespielt werden muss. Stammt der freie Proxy von einem bekannten VPN-Anbieter, erklärt sich die Finanzierung: In aller Regel dient der Proxy dann der Kundengenerierung. Er wird zwar langsamer als der jeweilige VPN sein – aber zumindest sicher und vielleicht auch frei von Werbung Dritter. Anders, wenn es sich um einen weniger seriösen Anbieter handelt. Dann muss man sogar damit rechnen, über das vermeintliche Sicherheitstool mit Schadsoftware eingedeckt zu werden.

VPNs auf der anderen Seite können in aller Regel bestenfalls als Testversionen im Vorfeld ausprobiert werden. Danach werden Abonnementsgebühren fällig. Immerhin: Hier weiß man, wofür man zahlt und womit – bei unseriösen freien Proxys ist weder das eine noch das andere bekannt. Dort steht immer die Frage im Raum: „Auf welche Weise zahle ich für FREE?“ Denn, eines ist sicher: Umsonst ist im Leben kaum etwas.

Preisgünstig und fair geht aber immer 😉 – zum Beispiel 77 % auf 3 Jahre CyberGhost!*

 

(C) Field Engineer (https://stocksnap.io/author/55598)

Lizenz: CCO (https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/)

 

*Aktuelles Sonderangebot (26.01.2018), zu einem späteren Zeitpunkt mglw. nicht mehr verfügbar

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CyberGhost VPN - Uli
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