Tag - Streamingdienst

Was sind VPNs, warum stehen sie auf der Verbots-Agenda und was hat das alles mit FREIHEIT STATT ANGST zu tun?

Russland schreibt Zensur-Filterlisten für VPNs vor, China entfernt VPN-Apps aus Play und App Store, wenn sie Regierungsvorgaben nicht erfüllen, und Länder wie Saudi Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate verbieten VPNs gleich komplett. Was passiert da? Sind es Vorboten einer neuen rigorosen Politik denjenigen gegenüber, die sich bislang der grassierenden Komplettüberwachung zu verweigern verstanden? Und nehmen die genannten autoritären Staaten hierbei nur vorweg, was die demokratischer gesinnten ebenfalls im Sinn haben, aber nicht ad hoc erledigen können?

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Was, bitte, kostet ein Film über Popcorn Time?

Kommt drauf an, denn wie die meisten wissen, kennt Popcorn Time keine Urheberrechte und auch wenn es sich anfühlt wie eine Streaming-Plattform, ist es doch eine P2P-Software. Und die sind bekanntlich unter den Abmahnanwälten des Landes besonders beliebt.

Die letzte entsprechende Welle endete in vielen Fällen mit außergerichtlichen Vergleichen mit Rechteinhabern, wie die Rechtsanwaltskanzlei Werdermann / von Rüden vor knapp einer Woche informierte. Dabei verpflichteten sich die beschuldigten ‚Zuschauer‘, strafbewehrte Unterlassungserklärungen zu unterzeichnen und jeweils eine Pauschale von rund 690 Euro zu überweisen.

popcorn time

Dazu Johannes von Rüden, der in der Vergangenheit Betroffene vertrat: „Nicht in jedem Fall können wir empfehlen, gegen die Abmahnungen vorzugehen, sondern raten dazu, einen Vergleich abzuschließen, um einen kostenintensiven Rechtsstreit zu vermeiden.“ Einzig wenn ein Internetanschluss von mehreren Personen gleichzeitig genutzt wird, hat man relativ gute Chancen vor Gericht – aber auch hier sollte man sorgfältig abwägen. Oft genug zeigte sich in der Vergangenheit, dass unterschiedliche Gerichtsstandorte unterschiedliche Auffassungen hinsichtlich Streaming’vergehen‘ haben und die Rechteinhaber die jeweiligen Gerichte unter Bezug darauf auswählen.

Gefühlt ein Stream, in Echt ein Down- und Upload

Popcorn Time hat sich in kurzer Frist zu einer überaus beliebten Internetanwendung entwickelt, die allerdings zumindest bei ungeschützter Nutzung ein hohes Potenzial besitzt, sich ungewollt strafbar zu machen. Rein äußerlich mit dem Look & Feel eines Streamingdienstes wie Netflix ausgestattet, basiert die Software aber auf BitTorrent und ermöglicht das Anschauen eines Films nur dadurch, dass die Daten, die man selbst betrachtet, zeitgleich allen anderen Nutzern zur Verfügung gestellt werden. Damit lädt der User den Film automatisch per BitTorrent ins Internet hoch und verbreitet so geschütztes Material. Für die Filmstudios und Gerichte eine eindeutige Urheberrechtsverletzung, die einfach über eine Feststellung der IP-Adresse zum fraglichen Zeitpunkt geahndet werden kann.

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