Tag - Passwörter

So erstellst du narren- und hackersichere Passwörter

Mittlerweile hat es sich herumgesprochen, ‚Passwort‘ ist kein sicheres Passwort, so clever man oder frau sich dabei auch fühlen mag. ‚Das ist so simpel, da kommt keiner drauf‘ ist nicht nur Prä-Internet, sondern überhaupt Prä-Everything. Hacker raten nicht und zerbrechen sich auch nicht den Kopf über Geburtsdaten oder Haustiere. Dazu müssten sie ihre Opfer bereits kennen, was praktisch nie der Fall ist. Stattdessen gehen sie nach dem Zufallsprinzip vor und lassen Computer für sich arbeiten, die locker 60 Milliarden Kombinationen pro Sekunde durchspielen, komplette Wörterbücher und umfangreiche Sammlungen beliebter Phrasen inklusive. Zusammengesetzte Rechner bringen es sogar auf 800 Milliarden Schlüssel pro Sekunde. Da mag es nicht verwundern, dass die Maximalzeit zum Knacken eines mit einer einfachen Phrase abgesicherten persönlichen Kontos oftmals noch unter dieser einen Sekunde liegt.

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Online Banking: Fallstricke vermeiden

Wann wurde deine Bank das letzte Mal angegriffen? Du weißt es nicht? Wann wurden das letzte Mal Nutzerdaten entwendet? Keine Ahnung? Wie viele User sind bereits Opfer von Phishing oder andere Malware-Attacken geworden? Unbekannt?

Und Hand aufs Herz: Meinst du, ausgerechnet deine Bank wurde noch nie angegriffen, nur weil es nicht in der Zeitung stand? Oder ist ausgewiesener Experte in Sachen IT-Sicherheit, an dem jeder Angriff spurlos abperlt?

Die traurige Wahrheit ist: So manche Bank wurde bereits um ihre Nutzerdaten erleichtert und Angriffe auf Online-Banking-Systeme gehören leider zum Alltag. Nur, an die große Glocke gehängt werden sie von keine der betroffenen Online-Geldhäuser, nicht einmal die DDoS-Attacken, die weniger dem Erringen von Daten als vielmehr der Erpressung der jeweiligen Institute dienen. Unbekannt sind auch die Summen, die an Erpresser wie an bestohlene Kunden gingen.

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Welche Risiken birgt die Post-Störerhaftung-Ära?

Deutschland rüstet auf: Nach Jahren des digitalen Hinterwäldler-Daseins und des Postkutschen-Protektionismus‘ stellt die Nation das weltweit einzigartige Konstrukt ‚Störerhaftung‘ zur Disposition und will zumindest die gröbsten Stolpersteine bei der Einrichtung flächendeckender WLANs aus dem Weg räumen. Wie in anderen Ländern sollen mobile Internetverbindungen zur Selbstverständlichkeit im öffentlichen Raum werden – und für viele stellt sich da die Frage: „Sind meine Daten in diesen Netzen eigentlich sicher?“

Die kurze Antwort: Nein!

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Was will das FBI von Apple?

In den vergangenen Tagen war viel davon zu lesen, wie sich Teile der US-IT-Wirtschaft gegen die Spionagepläne der US-Regierung wehren – ausgelöst durch Apples Weigerung, das Telefon eines Tatverdächtigen zu hacken und zukünftig Hintertüren für Geheimdienste einzubauen. Aber was genau ist es eigentlich, das von Apple verlangt wird? Und warum ist es so wichtig, dass das Unternehmen widersteht? Auch hinsichtlich VPNs …

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Zunächst einmal: Zum ersten Mal in der Geschichte fordert die Regierung ein Unternehmen nicht einfach nur zur Unterstützung bei der Aufklärung einer Straftat auf, wogegen niemand wirklich etwas vorzutragen hätte, sondern verlangt öffentlich, dass Apple für seine Geräte eine komplett neue Software entwickele, die dessen hauseigene Sicherheitsfunktionen überflüssig werden ließe. Sicherheitsfunktionen, die jeden Apple-Anwender betreffen und jeden, der mit einem Apple-Anwender kommuniziert, und die essenziell sind, digitale Straftaten zu verhindern. Unterm Strich will man das Unternehmen dazu zwingen, einen Master-Schlüssel anzufertigen, mit dem jedes einzelne iOS-Gerät aufgeschlossen werden kann.

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10 Tipps für sicheres Online-Shopping

Online-Shopping ist überaus praktisch: Keine Parkplatzsuche, keine Hektik, keine mürrischen Verkäufer – und wenn etwas nicht gefällt, schickt man es einfach zurück. Aber so praktisch es ist, man sollte niemals Sicherheit für Bequemlichkeit eintauschen, schon gar nicht in finanziellen Angelegenheiten.

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Deshalb hier die grundlegendsten Regeln für ein sicheres Online-Vergnügen ohne Katerstimmung:

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Pustekuchen-Passwörter: Je einfacher, desto beliebter, desto verbreiteter

Im Prinzip hätte sich der britische Geheimdienst GHCQ seine kürzlich veröffentlichte ‚Empfehlung‘ zur Verwendung einfacher Passwörter sparen können  – es sei denn, die Schlapphüte der Queen wollten präventiv einem Trend zu komplizierteren Passwörtern entgegen treten, bevor der sich überhaupt auf dem Weg gemacht hat. Denn nach dem Hack auf das Seitensprungportal Ashley Madison dürfte auch dem Letzten klar geworden sein, was bereits vorher klar war und was sich, soweit es einen großen Teil aller Anwender betrifft, auch in Zukunft nicht ändern wird: Für viele ist der Schutz eigener Daten eher eine lästige Zwangsmaßnahme, in der bestenfalls der allergeringste Aufwand investiert wird. Es brauchte keiner Hochglanz-Informationsbroschüre, in denen Systembetreibern empfohlen wird, das Leben der Nutzer nicht durch zu strenge Passwortregeln mit Sonderzeichen, Ziffern und Großbuchstaben sowie regelmäßiger Erneuerung zu erschweren. Da sind diese bereits ganz alleine drauf gekommen

Dumm gelaufen

Gleichwohl, es scheint nicht immer nur Bequemlichkeit oder die Geringschätzung persönlicher Daten zu sein, die Menschen dazu treibt, ein Mindestmaß an Eigenschutz einzuhalten. So manch einer (oder eine) fühlt sich im Gegenteil ganz besonders schlau bei der Verwendung einfacher Passwörter und denkt, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: 1) Einfach zu merken und 2) bombensicher. Frei nach dem Motto: „Wer glaubt schon, dass jemand SO DUMM sein könnte, solch ein simples Passwort zu nutzen? Da kommt NIEMAND drauf.“

Und so mag es kaum verwundern, das auf Platz 1 der beim Madison-Hack aufgedeckten Passwörter das extrem schlaue und von 120.511 Usern verwendete ‚123456‘ liegt, wohlgemerkt ohne Anführungszeichen. Ein wenig abgeschlagen, aber immer noch sehr beliebt, findet sich ‚12345‘ (noch besser zu merken, noch sicherer) mit 48.452 Userpunkten sowie das kaum zu erratende ‚password‘, verwendet von 39.448 Seitenspringern.

Ebenfalls beliebt: Sportarten, richtig komplizierte Zahlenkombinationen wie ‚54321‘ sowie, passend für ein Seitensprungportal, bekannte Frauennamen. Letzteres wahrscheinlich in der Annahme, mit ein wenig Magie den verkappten Männern zu entgehen und stattdessen Megan Fox zu einem Date zu bewegen. MEGAN FOX, Alter! Das heißt, aus Sicherheitsgründen wohl eher ‚meganfox‘, was auch die Zahlen belegen, denn rund fünf Millionen der geknackten Passwörter bestanden ausschließlich aus Kleinbuchstaben.

Wie Passwörter abgegriffen werden

Lautet die Alternative tatsächlich, kryptische, zufällige Zeichenfolgen wie ‚A$wCgg72WftUABP?f6‘ zu nutzen? Und warum? Zur ersten Frage: Ja. Zumindest, wenn man für knapp 300 Milliarden Rechenjahre Ruhe haben möchte, denn so viel Computerpower kann derzeit selbst die NSA nicht aufbringen.

Zur zweiten: Hacker kennen ihre Pappenheimer und wissen, dass die meisten Menschen dazu neigen, Aufwand aus dem Weg zu gehen und sich selbst zu überschätzen, während sie die anderen regelmäßig unterschätzen. Sie wissen, dass ‚123456‘ deshalb nicht aussterben wird und spätestens der Name des Haustiers zum Erfolg führt. Sie wissen auch, dass die Mehrheit glaubt, sie (die Hacker) säßen grübelnd vor dem Rechner, um das richtige Passwort zu erraten, statt Software einzusetzen, die ganze Wörterbücher in Sekunden durchprobiert. Die kennt im Übrigen mittlerweile auch die Passwörter gängiger Abkürzungen wie „Alle meine Enten schwimmen auf dem See, schwimmen auf dem See, schwimmen auf dem See“ („AmEsadS,sadS,sadS“). Was sie ebenfalls wissen: Je komplizierter ein Passwort ist, desto höher auch die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen die Passwörter für viele verschiedene Gelegenheiten und Dienste nutzen und so gut wie nie erneuern.

Besser so:

Daraus nun aber abzuleiten, dass man sich genauso gut wieder dem alten ‚123456‘ zuwenden kann, nur mit deutlich besserem Gewissen, ist jedoch verfrüht. Stattdessen sollte man zunächst die Dienste, die man in Anspruch nimmt, in wichtige und unwichtige einteilen. Das Diskussionsforum über alte Zugstrecken und bunte Zwergkaninchen gehört ganz sicher nicht zu den bevorzugten Zielen einer Hackergruppe und kommt mit Passwörtern aus 12 gemischten Zeichen dicke aus. Nur wenn wichtige persönliche Daten auf dem Spiel stehen oder man vermeiden möchte, dass der eigene Facebook-Account gekapert wird und Hate-Speech in die Welt posaunt, sollte man eine Schippe drauflegen und komplett zufällige Zeichenketten mit mindestens 16 Elementen wählen, bestehend aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen.

Das solche Zeichenketten dann über kurz oder lang auch dem begabtesten Hirnakrobaten Schwierigkeiten bereiten, ist einsichtig. Erst recht, wenn die Zahl Passwort-geschützter Internetdienste dreistellig wird. Beliebte Hilfsmittel sind dann Passwortmanager wie LastPass, 1Password, Password Depot und das freie Keepass. Sie sind bequem zu bedienen, arbeiten auf Desktop-Systemen wie Smartphones und Tablets, synchronisieren sich automatisch und man muss sich obendrein nur ein Passwort merken: das Master-Passwort, das es aber in sich haben sollte.

Eine sichere Vorgehensweise ist hierbei, sich einen Satz zu merken, den man sich eigens zu diesem Zweck ausdenkt – und der nicht auf bekannte Gedichte, Sprüche oder Liedtexte beruht, beispielsweise: „Sinnvolle Sätze nicht müssen unbedingt sein, wenn die Macht mit Dir ist, junger 1. Padawan.“ Kombiniert mit ein paar Sonderzeichen ist es das perfekte Master-Passwort: !“SSnmus,wdMmDi,j1,P.“! – aber, bitte, jetzt nicht übernehmen 😉

 

 

 

 

Heise: Britischer Geheimdienst empfiehlt vereinfachte Passwort-Regeln

T3N: Ashley Madison: Nach Datenbank auch Passwort-Liste geknackt

Mobile Datenschleuder: 5 einfache Regeln, wie du deine Daten auf Smartphones & Tablets schützt

Handys, Smartphones und Tablets regieren den Alltag und legen das Zepter nicht einmal dann aus der Hand, wenn gerade der Großteil aller beruflichen Kommunikation über den Desktop-PC verläuft. In dem Fall verweilen die mobilen Begleiter scheinbar inaktiv in der Schublade und werkeln im Hintergrund – dank Apps wie Pushbullet sowieso immer am Puls der Zeit … Verzeihung, des Datenstroms. Und piept der unverzichtbare Gefährte, weil die Zeit gekommen ist, fluchtartig das Büro für einen Termin zu verlassen, übernimmt er endgültig wieder das Ruder.

Das wissen auch die anderen, so gar nicht netten Zeitgenossen aus der Hacker- und digitalen Kriminellenszene. Bisher auf (Windows-) Desktoprechner fixiert, richten sie ihr Augenmerk stetig häufiger auf mobile Endgeräte; in erster Linie Android, aber auch die Konkurrenz aus dem Applelager ist nicht mehr so sicher, wie sie einmal galt. Ergebnis: Immer öfter schlüpfen immer mehr sensible Daten durch die runden Kanten der Smartphones und Tablets und gefährden Passwörter, Identitäten und am Ende das Geld der jeweiligen Besitzer. Außerordentlich hilfreich hierbei sind die Sorglosigkeit, mit denen Smartphonenutzer das Thema Sicherheit betrachten, und die Geräte selbst, da sie zwar außerordentlich fit für den alltäglichen Einsatz sind, aber wenig bis gar nicht, um Sicherheitsbedrohungen zu begegnen.

Was tun? Das gute Stück entsorgen und mit Facebook-Freunden und Kontakten via Post und Festnetz kommunizieren? Das dürfte sich zwar weniger aufwändig gestalten, als man jetzt meint, da man wahrscheinlich alle verlieren wird, aber es ist auch überhaupt nicht notwendig, vorausgesetzt, man beachtet die folgenden Sicherheitstipps erfahrener Technikexperten.

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Keine ominösen Apps downloaden

Ein Android-Betriebssystem ist von sich aus sicherer als beispielsweise Windows, alleine dadurch, dass es jede App in einer eigenen Umgebung ausführt und so Übergriffe auf das Gesamtsystem unterbindet. Auch das jeweilige  Ökosystem trägt zur Sicherheit bei, also der verwendete  Marketplace wie Googles Play Store oder Amazons App Store. Die Abgeschiedenheit vom Rest der Welt erlaubt eine rudimentäre Kontrolle über die Rechtschaffenheit einer App – auch wenn manches Mal der Eindruck entsteht, den Betreibern erscheinen nackte Tatsachen als größere Gefährdung als Mal- und Spyware.

Nur, leider, nützt einem beides wenig, wenn ein Anwender nicht im jeweiligen Store erhältliche oder teure Apps über APKs aus ominösen Quellen installiert. Dann verfügt man zwar für lau über eine komplette, unter Umständen teure Foto-Suite, aber möglicherweise auch über eine Schnüffel-Software, die sich ganz besonders über Bankdaten freut und weniger über die Schnappschüsse vom letzten Betriebsfest.

Aber Ungemach droht nicht nur von Fremd-Apps in Form von eindeutig kriminellen Zielen, sondern auch direkt im hauseigenen Store in Form von so etwas wie ‚Datenentzug‘, also die Sicherung von ‚Rechten‘ durch ansonsten kostenfreie Apps, mit denen diese die vorgefundenen privaten Daten zu Geld machen. Kaum zu glauben, aber selbst im Jahr 3 nach Snowden gibt es noch genügend Nutzer, die keinen der Schüsse gehört haben und immer noch gerne bereit sind, auch der 10.000-sten Taschenlampen-App im Gegenzug für einen leergelutschten Akku Zugriff auf alle Kontakt- und Telefondaten zu gewähren.

Die Grundregeln für einen souveränen Smartphone-Gebrauch sind deshalb:

  • Apps nur aus sicheren Quellen installieren und/oder das Zweithandy mit alternativer Identität zum Experimentier-Smartphone erklären, das dann zwar keine sensiblen Daten enthält, dafür aber alles andere, was irgendwie nach Bits und Bytes aussieht. Auf Zweit- und Drittgeräten lässt sich auch sehr gut mit Jailbreaks herumspielen, bevor man diese ‚in echt‘ auf sein Hauptgerät anwendet.
  • Apps auf deren Rechteanforderungen hin abtasten und lieber auf eine verzichten als in Kauf nehmen, dass sie einen ausspioniert. Auch die Sicherheitseinstellungen der praktischen Helfer sollten überprüft werden.
  • Kommentare zur Apps und deren Bewertungen durchlesen. Zwar sind in den Kommentarspalten oft auch Trolle und unter falscher Flagge segelnde Konkurrenten anzutreffen, aber sich wiederholende Vorwürfe deuten schon auf ernste Probleme mit der jeweiligen App hin.
  • Im Zweifel den Anbieter und Programmierer recherchieren hilft im Übrigen eher wenig. Angesehen davon, dass Hacker und Kriminelle nur selten als eingetragene ‚Hacker und Kriminelle Ltd‘ firmieren, sind es allzu oft die seriösesten Unternehmen, die dem Drang zur Spionage nicht widerstehen können.

iPhone

Backups & Updates fahren

Immer wieder gehört, immer wieder gerne vergessen oder zur Seite geschoben: Backups! Lege deshalb automatisch regelmäßige Backups an, so dass du im Ernstfall zu verschiedenen Versionen deines Systems zurückkehren kannst. Dies mag nicht gegen alles helfen, was dir oder deinem Phone Übles geschehen mag, aber zumindest hast du gute Chancen, eingenistete Plagegeister wieder loszuwerden.

Updates zu ignorieren ist ebenso selten eine gute Idee wie Backups aufzuschieben. Manchmal lässt es sich nicht vermeiden, beispielsweise weil kein WLAN in der Nähe ist und man nicht etliche 100 Megabyte durch die teure mobile Datenleitung jagen will, aber bei nächster Gelegenheit sollte man eine fällige Aktualisierung sofort nachholen. Updates stopfen Sicherheitslöcher – und wenn man schon auf den Gerätehersteller warten muss, bis dieser reagiert und ein Systemupdate anbietet, so sollte man die ungeschützte Zeit nicht auch noch durch eigene Untätigkeit verlängern.

Echte, gute Passwörter verwenden

Nein, ‚Passwort123456‘ ist kein besonders schlaues Passwort, auch wenn man jetzt denkt, dies sei so simpel, dass niemand ernsthaft annehmen kann, man benutze es. Man kann! Erstens verwenden Hacker Passworttabellen, die ganze Wörterbücher in Sekunden durchprobieren und zweitens finden sich diese ‚sicheren, weil so gewöhnlichen‘ Passwörter ganz oben auf der Liste.

Die Grundregeln für echte, gute Passwörter lauten deshalb:

  • Verwende lange Passwörter mit Sonderzeichen und Zahlen, die sich trotz ihrer Kompliziertheit gut merken lassen, bspw. die jeweils ersten Buchstaben samt Satzzeichen eines Satzes wie diesen: „Pofalla sagt: Die NSA-Affäre ist somit vom Tisch!“ Also als Passwort: „Ps:DN-AisvT!“. Zur Sicherheit fügst du noch Pofallas Geburtsjahr (1802) hinzu und Schwupps bist du mit „Ps:DN-AisvT!“1802 für 27 Quadrillionen Jahre auf der sicheren Seite.
  • Lasse dich nicht automatisch von deinem Browser einloggen und nutze stattdessen einen Passwortmanager wie KeePass oder Password Depot.

Delikate persönliche Daten außer Sichtweite bringen

Kein Witz: So mancher Mann fotografiert seinen Penis und jagt das preisverdächtige Foto des Jahres postwendend durch die Leitungen zur Freundin, zum Freund oder 4Chan. Das begeistert dann zwar nicht unbedingt den/die Freund(in), aber mit Sicherheit die NSA und praktisch alle, die Zugriff auf das jeweilige Gerät haben, also Arbeitskollegen, Zweit-Freund(in), Frau, BND (als NSA-Zuspieler) und potenziell jeden in einem öffentlichen WLAN. Auch muss man davon ausgehen, dass einem das gute Stück gestohlen werden kann (das Smartphone) und jemand das andere gute Stück (den Penis) ans Licht zerrt, so dass man(n) es sich besser dreimal überlegen sollte, was man wie permanent speichert und was nicht. Delikate Fotos gehören dann mindestens in passwortgeschützte ZIP-Dateien, Passwörter in Passwortmanager und keine PIN als Geburtstag oder anderes Datum in die Kontaktliste.

Die Grundregeln zum Schutz persönlicher Daten:

  • Passwortgeschützte ZIP-Dateien einrichten und persönliche Fotos sowie andere Dateien dort hinein verschieben
  • PIN-Code für den Zugriff auf das Gerät einrichten
  • Remote Locking einrichten, also die Möglichkeit, den Zugriff auf ein verlorenes oder gestohlenes Gerät aus der Ferne zu sperren
  • Data Wiping einrichten, also die Möglichkeit, sämtliche Daten, inklusive aller Willy-Pics, eines verlorenen oder gestohlenem Geräts aus der Ferne vernichten zu können
  • Das Feature zum Aufspüren des verlorenen oder gestohlenen Geräts aktivieren – allerdings muss man hier abwägen, denn zwangsläufig müssen zu diesem Zweck die Standortdienste aktiviert werden, womit man wiederum Datensammlern wie Google in die Hände spielt

VPN besorgen, einrichten & seinen Job machen lassen

Internet-Cafés, Coffee Shops, Flughäfen, Shopping Malls, Bahnhöfe und Touristenzentren werden zusehends mit kostenfreiem Wi-Fi aufgerüstet – zumindest bis die neue deutsche Vorratsdatenspeicherung auch hier der Internetförderung im Land weitere Steine ans Bein nagelt. Bis dahin aber sind diese Stätten nicht nur Orte der Freude, sondern auch angestammtes Territorium für Hacker und Script-Kiddies, und während der eine noch völlig entspannt im Hier und Jetzt seine Facebook-Postings absetzt und am Kaffee nippt, zieht der ebenso entspannte Nachbar drei Tische weiter gerade dessen Passwörter, Nacktfotos und Bankdaten ab.

Warum? Weil er es kann, weil sich die entsprechenden Programme selbst von Analphabeten bedienen lassen, weil er ein Lump ist und weil ihn dein Gerät weit offen einlädt.

Mit einem VPN ist allerdings Schluss mit Lustig, zumindest für den Hacker auf der anderen Seite. Ein VPN verschlüsselt alle von einem Gerät ein- und ausgehende Daten, so dass Passwörter, Fotos und Kontaktdaten genau dort ankommen, wo sie hin sollen – und nur dort, denn ein Abgreifen ist unmöglich.

Die Grundregeln zur Auswahl eines geeigneten VPNs:

  • Es muss vertrauenswürdig sein und weder Inhalte noch Verkehrsdaten loggen und abspeichern (also CyberGhost)
  • Es sollte einen Client haben und absolut easy zu bedienen sein (also CyberGhost)
  • Es sollte die Konfiguration nativer Protokolle erlauben (CyberGhost)
  • Es sollte nicht mehr kosten als ein Kaffeebesuch bei Starbucks, der ja geschützt werden soll (also CyberGhost)

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