Tag - NSA

Bester Vorsatz für 2018: Privatsphäre an erste Stelle setzen

Den einen oder anderen hat es bereits erwischt und die Ferien sind vorbei, die Glücklichen unter uns dürfen das Jahresende mitsamt seinen Feierlichkeiten hingegen ein wenig länger genießen. Aber so oder so: EIN GLÜCKLICHES NEUES & PRIVATES JAHR EUCH ALLEN!

Und einen kleinen Rest gute Gefühle gibt es für jeden: Für 3 Tage noch ist das CyberGhost-7-Jahres-Abo inklusive gewaltigem Rabatt erhältlich. Du hast also noch ein Wochenende Zeit, dir zu überlegen, ob du anderweitig ebenso günstig an Internet-Privacy, WLAN-Schutz und garantiertem Streaming-Erfolg herankommst.

Um es kurz zu machen: Unwahrscheinlich. Mit dem 83%-Megarabatt auf 7 Jahre CyberGhost erhältst du all das für gerade einmal € 1,99 pro Monat. Auf mehr als 1.300 Servern in 50 Ländern weltweit und abgesichert durch eine seriöse No-Logs-Richtlinie, die nichts verspricht, was nicht überprüfbar eingehalten wird: Keine Nachverfolgung deiner Onlineaktivitäten, keine Aufzeichnung deiner Web-Ausflüge.

In nackten Zahlen: 7 Jahre CyberGhost, 84 Monate Online-Privatsphäre, 2.555 Tage Streaming, was das Zeugs hält, 83 % Rabatt auf den regulären Preis, € 1,99/Mt. und nicht einmal 7 Cent pro Tag. Auch noch mit dabei:

  • Zugriff auf mehr als 1.300 Server in 50 Ländern
  • 256 Bit AES-Verschlüsselung, die Datenspione und NSA vor der Tür verhungern lässt
  • Grenzenloser Zugang zu TV-Serien, Filme und Musik
  • Geschützte Transaktionen in öffentlichen WLANS
  • Optimierte VPN-Profile, inklusive regelmäßig geprüfter Streamingverbindungen
  • Das gute Gefühl, das neue Jahr gleich mit dem besten Deal begrüßt zu haben

Also, worauf wartest du? Klick dich durch ab hier und genieße ein paar Sekunden später ein deutlich erweitertes und vor allem freies Internet. 7 Jahre lang, falls es noch nicht erwähnt wurde. Für nicht einmal 7 Cent pro Tag.

Tag Null: Wannacry-Nachlese – Was und wie übel sind Zero-Day-Exploits?

Der moderne Mensch muss sich mit allerlei Widrigkeiten herumschlagen, ganz oben auf der Liste steht dabei die ständige Verteidigung des eigenen Geldbeutels. Und auf den haben es viele abgesehen, in Zeiten globaler Netzverbindungen sogar noch mehr, denn zusätzlich zur zwielichtigen Gestalt im Bahnhofsviertel kommen Unmengen an global operierenden Hackern und anderen, ebenso zwielichtigen Figuren, im Internet.

Hinsichtlich der Netzsicherheit sind viele Arten von Attacken zu nennen: Viren, Trojaner, Malware, Ransomware, Phishing und die Übernahme des digitalen Hausrechts über Sicherheitslücken in Programmen und Betriebssystemen. Und hier ganz besonders begehrt: Zero Day Exploits.

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Frohes neues Jahr: Top 5 der neuen BND-Befugnisse

Was erwartet uns zum Jahreswechsel 2017, wenn das kürzlich beschlossene BND-Gesetz in Kraft tritt? Sichere Weihnachtsmärkte das ganze Jahr über? Gut bewachte Bahnhofsklos und Mülleimer an den Gleisen? Weniger Gewalt in U-Bahnen und unterirdischen Einkaufspassagen auch außerhalb der Geschäftszeiten? Eingedämmte Islamisierung in den Fußgängerzonen?

Oder doch nur anlasslose Massenüberwachung der Art ‚alle Telefonate abhören, alle Surfausflüge belauschen, alles an ausländische Geheimdienste weitergeben dürfen, nichts mehr begründen müssen und weniger Kontrolle haben‘? Um es kurz zu machen: Letzteres!

Kaique Rocha

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Juhu, Yahoo? Jemand zuhause?

Seit Jahren überschlagen sich die Meldungen zu immer weiter gehenden Überwachungsskandalen und seit Jahren schaffen es die meisten Betroffenen stoisch in die andere Richtung zu schauen – während die üblichen Verdächtigen, ermutigt durch so viel Gleichmut, immer eine Schippe draufsetzen. So wie jetzt beim Yahoo-Skandal.

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3 gute Gründe, warum Privatsphäre unverzichtbar ist

Eigentlich sollte nicht erst seit Edward Snowden bekannt sein, warum Privatsphäre unverzichtbar ist. Da sie aber trotzdem von vielen bereitwillig einem angeblichen Plus an Sicherheit geopfert oder gar  achtlos für eine kostenlose App weggeworfen wird, hier eine kleine Erinnerungshilfe mit 3 guten Gründen, seine Entscheidung besser noch einmal zu überdenken:

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Luftaufnahme der National Security Agency von Trevor Paglen. Lizenz: CCO

1.      Jeder hat etwas zu verbergen

Kann es noch jemand hören, das ausgelutschte ‚Wer nichts zu verbergen hat, hat nichts zu befürchten‘? Jenen griffigen Satz mit zwei frei erfundenen Marketing-Behauptungen, die auch im Doppelpack keinen echten Sinn ergeben? Wobei der erste Teil völlig aus der Luft gegriffen ist, weil es immer etwas gibt, das nicht jeder wissen darf, und der zweite fröhliches Wunschdenken?

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Wie ein modernes Internet aussieht: Beispiel Nordkorea

Nordkorea hat die Lösung für alle wichtigen Internetprobleme der Gegenwart gefunden: 1) Nicht einzelne Seiten sperren, sondern freigeben (spart Arbeit), 2) ein eigenes nationales VPN aufbauen (schützt vor Angriffen von außen), 3) auf DNS-Server verzichten (keine Leaks) und 4) eine eigene Suchmaschine (werbefrei und ohne Tracking).

north korea internet

Wie man drauf kam? Ganz einfach: strenges Nachdenken. Und so präsentiert der für seine unkonventionelle Politik bekannt Staat ein Internet, das dank ausgeklügelter Datenkomprimierung auch noch ungemein performant ist, sozusagen als Sahnehäubchen oben drauf.

Die Basis: ein eigenes VPN

Das ausschließlich innerhalb der eigenen Staatsgrenzen verfügbare Korea-Internet grenzt sich zunächst aus Sicherheitsgründen komplett vom Rest der Welt ab. Weder NSA noch Google, weder Facebook noch GHCQ noch Netflix noch Amazon können so die wertvollen Daten der nordkoreanischen Bürger abschöpfen, analysieren und für Ihre Zwecke missbrauchen. Dadurch bleiben sie zu 100 % komplett in Besitz des Volkes, das ja bekanntlich der Souverän des kommunistischen Staates ist.

Die Struktur: Keine undemokratischen Seitensperren, nur freigegebene Websites

Durch die Ziehung notwendiger Grenzen entfällt die Notwendigkeit, potenziell gefährliche Seiten wie YouTube, 4chan, Hustler, ARD & ZDF und andere Wahrheitsverkünder zu sperren. Im Gegenteil, dadurch, dass alle im nordkoreanischen Netz verfügbare Seiten handverlesen, geprüft und explizit freigegeben sind, ließ sich die Gefahr auf null reduzieren. Sicherheitstechnisch ein voller Erfolg.

Keine Datenlecks durch Adressserver

Um der Gefahr durch Datenleaks durch DN-Server zu begegnen (DNS-Leaks) und die Bürger des Landes vor Phishingseiten und Zensur zu schützen, beschloss man kurzerhand, auf Adressserver zu verzichten und setzt stattdessen auf die Eingabe von Nummern. So ist 172.16.11.23 beispielsweise die Adresse der zentralen, unabhängigen Nachrichtenagentur des Vorbildstaates für ein modernes Internet – welche im Übrigen besonders gesichert und als einzige Webpräsenz auch aus dem Ausland heraus aufrufbar ist, beispielsweise für die vielen nordkoreanischen Touristen überall auf der Welt.

Eigene Suchmaschine

Lange Zeit war es für den Rest der Welt ein Rätsel, wie sich die Masse der nordkoreanischen Internetsurfer die Adressen der verfügbaren Webpräsenzen merken und sie verwenden konnte. Jetzt lüftete Aram Pan, ein Fotograf aus Singapur, der das Land für eine Fotoreportage bereiste, das Geheimnis: Überall im Land sind von der Regierung veröffentlichte Poster angebracht, die als Tracking-sichere Offline-Suchmaschine die Adressen aller 26 Websites beherbergen und mobil überall im Land mit hingenommen werden können, sozusagen als Handzettel für ein modernes Internet im Inland und als Instruktionen zum Nachbau für das hinterherhinkende Ausland.

 

ars technica: A handy cheat sheet for North Korea’s private “Internet”

Nordkoreanisches Internet-Poster, veröffentlicht von Aram Pan on DPRK360

‚NSA-Schriftart‘ enttarnt Schlüsselwörter

Fragt man Anwender, ob und wie sie auf die seit zwei Jahren nicht abreißenden Abhörskandale reagieren, haben sich vor allem die beiden folgenden Sätze ganz oben in der Verdrängungs-Top-Ten platzieren können: „Ich habe nichts zu verbergen“ und „Für mich interessiert sich niemand“.

Warum sich der Staat trotz der Unwichtigkeit von 99,99 % der Bevölkerung die Mühe macht, seine Bürger digital zu vermessen und in unbekannte Datenbanken einzustellen, ist dann zwar nicht so richtig einsichtig, aber immerhin gibt es Hilfestellungen, zumindest herauszufinden, was für ihn denn von Interesse sein könnte – so wie die ‚NSA-Schriftart‘, die automatisch von Geheimdiensten verwendete Schlüsselwörter redigiert und aus den jeweiligen Texten herausstreicht.

project seen

Bislang leider nur für englische Texte verfügbar, zerlegt die vom slowenischen Künstler Emil Kozole im Rahmen seines ‚Project Seen‘ entwickelte Schriftart automatisch geschriebene Textpassagen und streicht jene Wörter mit Gefährdungspotenzial durch. Also jene, die das Zeug haben, die Aufmerksamkeit der NSA zu provozieren.

Das Projekt greift hierzu auf eine Wortliste zurück, die als Teil der NSA-PRISM-Datenbank von Edward Snowden 2013 veröffentlicht wurde. Das heißt, eigentlich müsste es NSA-PRISM-Datenbank heißen, denn neben Begriffen wie ‚Surveillance‘ (Überwachung) und ‚Government‘ (Regierung) befinden sich auch ‚Geheimdienst-eigene‘ Wörter wie ‚Agencies‘ und eben PRISM auf der Liste der ’subversiven‘ Wörter. Ein Leben oder eine Existenz mag also nicht unbedingt ‚interessant‘ für den Staat und seine Behörden sein, was er oder sie sagt, hingegen schon, und das umso mehr, je öfter solch staatszersetzenden Begriffe wie Privatsphäre, Onlineüberwachung, President und Internet verwendet werden. Oder, wie schon der Verschlüsselungs-Experte Bruce Schneier sagte: Die Gefährdung der Privatsphäre ist real.

Wie normal muss also jemand kommunizieren, der nichts zu verbergen hat und für den sich angeblich niemand interessiert? Wahrscheinlich in Zeichensprache, denn selbst normale Wörter wie ‚Pakete‘, ‚Texas‘, ‚Girls‚ und ‚Facebook‘ lassen die roten Lampen im NSA-Hauptquartier in Fort Meade leuchten – egal, ob nun in E-Mails, einer Google-Suche oder einem Facebook-Post. Dann hilft auch nicht die frei von der Projekt-Homepage herunterladbare NSA-Schriftart – nur, falls jemand auf die Idee kommen sollte, sie als Zensor zu verwenden, um auch weiterhin seine ‚Normalität‘ wacker verteidigen zu können …

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