Nu‘ aber raus hier: So löscht du deine Google-Daten

OK, Google! Sag‘ mal, was weißt du so von mir?

Mehr als deine engsten Freunde. Das ist mal sicher.

Fake News mit Wahrheitscharakter: Natürlich ist die oben gegebene Antwort auf eine berechtigte Anfrage nicht echt – aber leider trotzdem wahr. Die tatsächliche Antwort „Ich weiß, dass du echt cool bist“ ist zwar nett, sagt aber wenig über die Menge personenbezogener Daten und Aktivitäten, die Google über dich in Stellung bringen kann, wenn es seine Algorithmen drüber fahren lässt.

Mehr als dein Browserverlauf erkennen lässt? Weitaus mehr.

Daten, die auf der Hand liegen

Über die meisten gesammelten Daten macht Google kein großes Geheimnis – spricht aber auch nicht allzu laut drüber. Hierzu gehören dein Vor- und Nachname, verwendete E-Mail-Adressen, Geschlecht, Geburtstag, Land, Telefonnummer. Diese Daten werden stetig aktualisiert, auf Echtheit geprüft und zusammen mit deinen Aktivitäten abgespeichert: Besuchte Webseiten, angeklickte Werbung, Suchanfragen (ja, auch gesprochene), IP-Adressen, Cookie-Informationen, Aufenthaltsorte, angeschaute Videos, hochgeladene Fotos und Videos, über Gmail gesendete und empfangene E-Mails, Interessen wie Musik und Events, Termine, Dateien, die von dir erstellt und auf Google Drive abgelegt wurden und mehr. Deine Pläne, beispielsweise. Reisen auch, geplante Reisen sowieso, Einkäufe, Vorlieben und überhaupt Interessen, die Rückschlüsse auf dein Konsumverhalten und deine Persönlichkeit erlauben.

Kannst du diese Daten loswerden? Kannst du. Google macht es dir sogar relativ einfach: Öffne dein Google-Konto, überprüfe unter ‚Mein Konto‘ deine personenbezogenen Daten sowie unter ‚Meine Aktivitäten‘ deine Aktivitätsdaten und ändere, bzw. lösche, was immer dir wichtig erscheint.

Die einzelnen Schritte:

  • Öffne dein Google-Konto
  • Klicke unter ‚Persönliche Daten & Privatsphäre‘ auf ‚Meine persönlichen Daten‘.
  • Ändere beliebige persönliche Daten (eine Garantie, dass Google beispielsweise ein neues Geburtsdatum aber nicht doch im Hintergrund zusammen mit dem alten abspeichert, gibt es jedoch nicht).
  • Speichere deine Änderungen, kehre zur Startseite zurück, klicke auf ‚Google-Aktivitäten verwalten‘ und dann auf ‚Meine Aktivitäten aufrufen‘.
  • Wähle im linken Seitenmenü die Option ‚Aktivitäten löschen nach‘ (oder lösche einzelne Datenblöcke – was allerdings sehr aufwändig sein kann).
  • Ändere im Bereich ‚Nach Datum löschen‘ die Einstellung von ‚Heute‘ auf ‚Gesamt bisher‘, stelle sicher, dass ‚Alle Produkte‘ betroffen sind und klicke abschließend auf ‚LÖSCHEN‘.

Daten, die nicht auf der Hand liegen

Bist du damit sicher, alles erfasst zu haben, was Google so von dir an Daten hortet? Leider nicht, denn bei aller ‚Großzügigkeit‘, mit der Google bereitwillig Auskunft über die von dir produzierten Daten gibt, herrscht auf der anderen Seite aber tiefes Schweigen über die Schlüsse, die man durch die Analyse jedes einzelnen Bits und aller möglichen Bit- Kombinationen gezogen hat und weiter zieht. Und selbstredend auch über die Algorithmen, mit denen deine Daten mit anderen Daten (fremde und eigene) in Verbindung gebracht werden und auf diese Weise Vorhersagen über dein Verhalten und Wahrscheinlichkeiten über deine Persönlichkeitsstruktur ermöglichen.

Alleine die Analyse deiner Spracheingaben erlaubt hohe Trefferquoten hinsichtlich Temperament, Ehrgeiz, Aggressivität und etliche andere psychische Marker. Der Trick hierbei: Während sich alle Welt noch um die offensichtlichen Daten sorgt, die laufend produziert werden, interessieren sich moderne Datendealer immer weniger für die zutage liegenden Inhalte und umso mehr für die Daten ‚hinter den Daten‘, im Falle der Sprachanalyse also um den Tonfall und andere Merkmale. Mit einem einfachen Satz wie „OK, Google, wie wird heute das Wetter?“ verrät man folglich weniger, ob man einen Spaziergang plant als vielmehr, wie hoch das eigene Aggressionspotenzial ist.

Kannst du diese Daten ebenfalls löschen? Nein. Du weißt nicht einmal, ob sie existieren. Alles, was du weißt, ist, dass es Algorithmen gibt, die in der Lage sind, komplette Persönlichkeitsprofile zu erzeugen – und der Rest ist Gottvertrauen. Plus die Möglichkeiten, die dir noch gegeben sind: Sand ins Getriebe streuen durch falsche persönliche Daten, Datensparsamkeit bei jeder Gelegenheit, aktives Löschen vorhandener Daten – und Nutzen eines VPNs, der dir bei all dem hilft. CyberGhost beispielsweise 😉

 

Photo Credits:
© Edho Pratama (https://stocksnap.io/author/36121)
CC0 License (https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/)

About the author

CyberGhost VPN - Uli
CyberGhost VPN - Uli

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

© 2017 CyberGhost