CyberGhost in der Türkei blockiert – und was du dagegen tun kannst

China, Iran, Ägypten, Saudi Arabien, Russland, Vereinigte Arabische Emirate – und nun auch die Türkei: Allesamt Staaten und ehemals rechtsstaatlich organisierte Nationen, denen zur Kritik an aktuellen Regierungsstrategien nichts anderes einfällt als Zensur und restriktive Gedankenkontrolle. Plus, wenn es denn noch genügend oppositionellem Willen im Land gibt, die Verbindung zum Ausland zu kappen, um den Einfluss gegenteiliger Gedanken zu unterbinden.

Zu den Maßnahmen in dieser Richtung gehören seit den ersten Tagen des Internets auch die teilweise oder komplette Sperrung unliebsamer Websites sowie neuerdings, seit der Zunahme kommerzieller VPNs als natürliche Gegenmaßnahmen, die Sperrung oder das An-die-Kette-legen der jeweiligen Dienste, indem man sie entweder zwingt, gesperrte Seiten ebenfalls zu sperren oder den kompletten Service schlicht nicht mehr zulässt.

Letzteres ist jetzt CyberGhost in der Türkei widerfahren. Seit dem vergangenen Wochenende sind Apps und Website blockiert, das heißt, es können weder Downloads noch Abonnements vorgenommen werden noch kann man sich mit bereits existierenden Abonnements in die Dienst einwählen.

Mögliche Gegenmaßnahmen sind*:

  • Tor oder freien Alternativ-VPN verwenden: Mit einem anderen VPN, der noch nicht gesperrt ist, oder Tor (falls noch zugänglich) verbinden, dann die CyberGhost-App aufrufen und wie gewohnt einloggen und einen Server auswählen. Steht die CyberGhost-Verbindung, kann die vorige Connection zu Tor oder dem anderen VPN gekappt werden.
  • Google-Adressserver verwenden: In vielen Fällen sind die CyberGhost-Server nicht mehr zugänglich, weil der zuständige türkische Internet Service Provider den Zugriff auf die Anmeldeserver verhindert. Dies geschieht über dessen hauseigenen Adressserver. Legt man nun in den Adaptereinstellungen (beispielsweise in den Netzwerkeinstellungen der Windows-Systemsteuerung) einen Google-Server fest (8.8.8.8.8 oder 8.8.4.4), umgeht man den ISP-DNS. In aller Kürze: Öffne ‚Netzwerk und Internet‘, klicke rechts auf ‚Ethernet‘ und ‚Eigenschaften‘, deaktiviere ‚Internetprotokoll IPv6‘, öffne ‚Internetprotokoll IPv4‘, deaktiviere ‚DNS-Serveradresse automatisch beziehen‘ und trage einen der Google-Server ein. Alternativ kannst du auch eine der anderen hier vermerkten Adressen verwenden: http://s.cgvpn.net/1MZ
  • Einstellungen zur Windows-App: Aktiviere in den Client-Einstellungen unter ‚Verbindung‘ die Option ‚TCP statt UDP bevorzugen‘ (oft werden nur TCP-Verbindungen blockiert). Achte darauf, dass die Erzwingung des CyberGhost-DNS deaktiviert ist, wenn du einen Google-Server definiert hast (siehe oben).
  • Natives Protokoll verwenden: Die Einrichtung eines nativen Protokolls hilft in vielen Fällen, eine Blockade zu umgehen. Siehe hierzu die verschiedenen Anleitungen für Windows, Mac OS, iOS und Android hier: http://s.cgvpn.net/1M-. Unter Umständen musst du verschiedene Server ausprobieren, aber in aller Regel werden nie alle blockiert.

Hinweis: Die rechtliche Lage in der Türkei ist derzeit nicht in allen Einzelheiten bekannt. Sollte es neben einer Blockierung auch ein Verbot der Nutzung eines VPNs geben, ist davon abzuraten, einen zu verwenden. Die Verschlüsselung selbst kann zwar nicht durchdrungen werden, es ist aber möglich, VPN-Traffic als solchen zu identifizieren. In dem Fall kann man also nicht dafür belangt werden, was man gelesen, wohl aber dafür, dass man überhaupt einen VPN genutzt hat.

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CyberGhost VPN - Uli
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