Archive - März 8, 2018

Eigen-TOR? Geheimdienstverwicklungen wecken Zweifel an Sicherheit des Tor-Netzwerks

Die Behauptung, dass das dezentrale Tor-Netzwerk zur Anonymisierung von Verbindungsdaten unsicher sei, ist nicht neu oder ungewöhnlich. Spätestens seit dessen Entdeckung durch die Mainstream-Medien sprudeln Meldungen wie diese aus den unterschiedlichsten Quellen Richtung Öffentlichkeit, insbesondere da man Tor gerne mit dem als verrucht angesehenen Dark Net in Verbindung bringt – und weniger mit Journalisten wie Laura Poitras, die es bereits zu Zeiten der Snowden-Leaks für anonyme Recherchen einsetzte.

Neu ist allerdings die Vermutung, dass Tor zu fast 100 Prozent von US-Geheimdiensten finanziert und unterhalten wird. Dies zumindest behauptet der Journalist und Autor Yasha Levine, der für sein Buch ‚Surveillance Valley‘ 2.500 Dokumente auswertete und nach dieser intensiven Leseübung zu dem Schluss kam, dass das Tor-Projekt nahezu komplett von drei US-Agenturen hochgezogen und auch weiter unterhalten wird, die sich sonst eigentlich auf der anderen Seite finden und um das Gegenteil bemühen: der Ausspähung von Personen und Staaten zum Zweck der nationalen Sicherheit.

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